Unschlüssig

An was auch immer es liegt, in den letzten Wochen komme ich einfach nicht zu Entscheidungen, hinter denen ich hundertprozentig stehe. Ich spreche natürlich von meinen Manuskripten, in anderen Dingen weiß ich sehr wohl genau was ich will ... oder eben auch nicht.

Aber schreibtechnisch gesehen befinde ich mich gerade irgendwo im Niemandsland.

Ist ganz lustig dort, aber zugleich auch ein kleines bisschen planlos ;)

 

Also erzähle ich euch mal, an was ich gerade so arbeite und hoffe, ich finde dadurch selbst wieder aus dem Labyrinth raus.

 

Vermutlich liegt es übrigens schon mal daran, dass ich gedanklich gerade zuviel auf einmal bewältigen möchte. Eigentlich nicht neu! Aber dass es mich selbst zum Erliegen bringt, ist eher selten der Fall.

 

Da wäre also die Gay-Sci-Fi-Geschichte, die auch gut voranschreitet! Sie hat nur einen "Nachteil" - sie ist wesentlich tiefgründiger und auch mit mehr erschreckenden Szenen ausgestattet, als ich es anfangs dachte. Die Mischung macht mir beim Schreiben viel Spaß ... bleibt abzuwarten was die Leser von einer teilweise recht brutalen Gay-SF-Story halten. Wer meine Geschichten kennt, wird sich vermutlich nicht wundern, dass jedoch auch in dieser Geschichte der Humor immer wieder seinen Platz findet ... und die Romantik natürlich auch. Aber wer hier nur darauf hofft, dürfte ein Problem bekommen. 

 

Dann ist da noch mein Vampirroman, der gerade bei den Testlesern liegt und es wäre nun langsam mal Zeit, den nächsten Teil fertig zu machen. Das werde ich auch in den nächsten Tagen tun, denn ich bin für die Rückmeldungen natürlich sehr dankbar! Gerade weil ich hier einen völlig anderen Schreibstil als üblich anwende, bin ich sehr gespannt, wie mein Protagonist seine Sache in den Augen meiner Testleser meistert.

 

Und dann sind da noch "kleinere" Projekte, die mir ebenfalls in den Gedanken herumgeistern.

 

Außerdem habe ich da noch die Gay-Kurzgeschichten, die mir sehr am Herzen liegen und von denen ich hoffe, dass sie einen Verleger finden. Ich werde mich da ebenfalls in den nächsten Tagen umsehen und sie nun verstärkt bei Verlagen anbieten.

 

Dann habe ich noch eine Kindergeschichte, bei der ich auf Rückantwort warte - und die hier nicht Thema sein soll ... die mich aber schon gedanklich beschäftigt!

Außerdem habe ich eine weitere Kindergeschichte begonnen, von der ich momentan noch nicht weiß, was ich mit ihr vorhabe.

 

Soweit der Stand der Dinge.

 

Ich versuche mich mal noch ein wenig zu sortieren und hoffe, dass es mir bald gelingt. Ist ja nicht schön, so ein Rumgejammere! ;)

 

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Armin A. Alexander (Dienstag, 14 September 2010 23:01)

    Sollte ich mit einem Text nicht weiterkommen, dann lasse ich ihn einfach eine Zeitlang liegen, das können einige Tage, manchmal auch Wochen oder gar Monate sein. Mein aktuelles Buch hat im Entwurf auch fast zwei Jahre gelegen, weil ich in der Anlegung der ursprünglichen Fassung in eine Sackgasse geraten war, und erst im Frühsommer dieses Jahres kam der entscheidende Gedanke, die beiden Hauptfiguren etwas anders anzulegen und schon ging es.
    Einfach mal einen Text etwas liegen lassen, um Abstand zu gewinnen, und ruhig auch einmal etwas wagen, damit ich Deine Gay-SF-Geschichte.
    Wünsche Dir ein gutes Gelingen.

  • #2

    hannajulian (Dienstag, 14 September 2010)

    Ich danke Dir, Armin!
    Vermutlich ist im Moment mein Problem, dass ich wirklich versuche, mindestens drei wichtige Texte gleichzeitig zu schreiben.
    Es ist weniger so, dass ich nicht mit ihnen weiterkäme, als vielmehr die Tatsache, dass mir dazu die Zeit, und oft eben auch die nötige (innere) Ruhe fehlt.
    Als erste Maßnahme sollte ich wohl das Twittern aufgeben - die letzten drei Tage hatte ich es massiv eingeschränkt und mein Sci-Fi-Text hat davon profitiert.
    Aber sich immer nur auf die Manuskripte stürzen, kann es ja auch nicht sein, denn dann verpasse ich so nette Menschen wie Dich - und das will ich nun auch wieder nicht! :)
    Also, am besten ist wohl das goldene Mittelmaß.
    Ich denke, das bekomme ich hin. :)
    Ich wünsche Dir ebenfalls gutes Gelingen und viel Erfolg mit Deinem neuen Roman "Ein (fast) alltäglicher Fall".

  • #3

    Armin A. Alexander (Mittwoch, 15 September 2010 00:52)

    Erst einmal Danke für Deine lieben Wünsche. :)
    Das Problem mit der inneren Ruhe kenne ich nur zu gut, geht wohl den meisten Autoren so. Zum Schreiben braucht man innere Ruhe. Fontane wird das Zitat nachgesagt: »Wer schaffen will, muß fröhlich sein.«
    Und ein wenig sinnvolle Abwechslung findet man bei Twitter auch immer, gibt ja außer uns beiden ja noch andere nette Leute dort. :)
    LG
    Armin