CSD/ColognePride - Bericht

Wie angekündigt, habe ich das letzte Wochenende in Köln auf dem CSD/ColognePride verbracht.

 

Meine Tour startete nahe der Severinsbrücke, wo ich noch ein Plätzchen für mein Auto fand. Dann auf zum Hauptbahnhof, wo ich mich mit Tim treffen wollte. Da ich ziemlich groggy vom Fußmarsch war, habe ich mich einfach irgendwo hingesetzt. Lustigerweise hatte ich mich wirklich genau gegenüber der Tür niedergelassen, hinter der er nach dem Einfahren der Bahn dann auch ausstieg. Für mich war das ein bisschen so, als wäre er gebeamt worden ... für ihn wohl eher nicht, nach der Fahrt. LOL

 

Dann haben wir spontan dem Dom einen Besuch abgestattet ... netterweise hat sich auch Kardinal Meisner blicken lassen - so viel der Ehre hatte ich gar nicht erwartet ... und auch nicht gewollt, ävver et kütt wie et kütt. ;)

Der Rest ist Schweigen, denn das ist Gold, nicht nur Silber. :D

 

Nächste Station war - nach dem Kurz-Shopping und einem versehentlichen Anrempler von harmlosen Passanten meinerseits - der Empfang im Gürzenich.

Das war wirklich ein Ereignis, das ich gerne auch im nächsten Jahr wiederholen würde. Nachdem ich letztes Jahr eigentlich nur zur Parade in Köln war, hatte ich mir vorgenommen, dieses Jahr etwas mehr Zeit zu investieren, und damit auch den politischen Forderungen und Ambitionen der verschiedenen Verbände und dem Netzwerk mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Die Auszeichnungen von Ansgar Cziba, langjähriger Ehrenamtler der Schwulen Initiative Siegen, und von Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, begleitet von einem unterhaltsamen Rahmenprogramm, waren auf jeden Fall ein guter Start in mein persönliches CSD-Weekend.

 

Danach ging es dann mit Tim übers Straßenfest und wir trafen auf nette Leute. Nun ... Twitterer eben. :D Da ich leider bislang mobil nicht online war, kamen die Orts- und Wagenbeschreibungen anderer Twitterer für mich leider zu spät - nächstes Jahr, neues Glück! ;)

 

Zu erwähnen wäre vielleicht noch das diesjährige Solibändchen in Königsblau ... ich glaube, es ist Königsblau ... hm ... naja, auf jeden Fall blau. LOL

Es macht sich gut zu dem vom Vorjahr, und ich harre jetzt der Dinge, welche Farbe für nächstes Jahr ansteht - achso ... genau - ich möchte nächstes Jahr wieder hin, zum ColognePride!

Aber das klang ja schon wie Abschiedsgruß - nein, nein, zu früh! ;)

 

Da war ja noch der ausklingende Samstagabend, und da Tim leider relativ früh am Abend wieder nach Hause fahren musste, bin ich noch anderthalb Stunden alleine übers Straßenfest getigert.

So sah ich noch, wie Dirk Bach die KLUST-Trophäe für sein Engagemant für das Kölner Lebenshaus überreicht bekam, und konnte seiner Laudatorin Hella von Sinnen lauschen, die im regenbogenfarbenen Overall genau die richtigen Worte fand. Hat Spaß gemacht, zuzuhören und zuzusehen.

 

Eigentlich wäre ich gerne noch zu Kerzenlichter gegen das Vergessen in Köln geblieben, aber das wurde mir leider doch zu lang. Ich habe mir das nun fest für nächstes Jahr vorgenommen!

 

Am Sonntag ging es dann erneut nach Köln, zusätzlich mit meiner Mutter als Begleitung, die bereits vor Monaten angekündigt hatte, dass sie diesmal mitkäme. Gesagt - getan. Und Spaß hatte sie auch!

Die Parade war bunt, schrill, nachdenklich, politisch ambitioniert, oft werbeträchtig, und natürlich auch sexy, wie man es eigentlich kennt. Auf jeden Fall sehenswert!

 

Einen guten Einblick bekommt ihr in meiner Fotogalerie - dort findet ihr die Bilder von 2010 und 2011 - Kommentieren könnt ihr, wenn ihr ganz runterscrollt.

Der Link folgt am Ende dieses Eintrags.

 

Und bevor ich diesen längsten meiner Blogeinträge nun beende, liegt mir aber noch etwas auf dem Herzen.

Es wurde durch meine Mutter ausgelöst, die mir auf der Rückfahrt erzählte, wie frei und tolerant nun alles ist ...

Sicher, im Gegensatz zu früher ist ganz bestimmt sehr viel mehr Toleranz in unseren Alltag eingezogen. Aber noch lange nicht genug!

Vor lauter Feiern, Party und gerade auch der Kölner Mentalität, vergisst man oftmals, dass es in vielen Bereichen des täglichen Lebens - und natürlich auch über die Grenzen unseres Landes hinaus - nicht nur an Toleranz gegenüber anders Liebenden mangelt, sondern immer noch Verfolgung und Diskriminierung in schrecklichem Ausmaß herrscht!

 

Dagegen anzukämpfen, um irgendwann echte Gleichberechtigung zu schaffen, muss einfach so selbstverständlich sein, wie die Liebe selbstverständlich Berge versetzt.

 

Und so möchte ich mit meinem ganz persönlichen Motto des diesjährigen ColognePride diesen Beitrag beenden:

 

Liebe ist ... niemals aufzugeben.

 

Zur Fotogalerie:

 

http://hannajulian.jimdo.com/fotogalerien/fotogalerie-colognepride/

 

Weitere Bilder und Eindrücke gibt es natürlich auch bei Tim, dessen Blog ich euch wie immer sehr empfehlen möchte.

 

http://www.little-devil.com/blog/2011/07/04/bericht-zum-csd-in-koln-2011/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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