Meine Rezension zu "Schattenfieber" von Florian Höltgen

Mit Schattenfieber hat Florian Höltgen eine Coming out Geschichte geschrieben, die nicht nur bestens unterhält, sondern auch lange im Gedächtnis bleibt. Eine Story, mit der man sich auch nach dem Lesen noch gedanklich beschäftigt - und das ist es, was eine wirklich gute Geschichte für mich ausmacht!

 

 ~*~

 

Als Leon in seinem Zimmer nicht nur beim Onanieren erwischt wird, sondern aufgrund der Umstände auch als schwul geoutet ist, flieht er zu seinem besten Freund Mattes nach Düsseldorf, um bei ihm zu wohnen. Dort läuft ihm Henri über den Weg, der mit seiner Freundin Katja gleich gegenüber wohnt. Von dem attraktiven Franzosen völlig fasziniert, lässt Leon sich auf immer riskantere Manöver ein, um seinem Traummann nahe sein zu können. Wenn dieser doch nur nicht so eindeutig hetero wäre ...

Florian Höltgen beschreibt auf sehr gekonnte und nachvollziehbare Weise Leons Entwicklung vom harmlosen Schwärmer zum gewieften Verfolger, der immer mehr Grenzen überschreitet und sich, von der Sehnsucht getrieben, zu immer drastischeren Handlungen hinreißen lässt. Der Autor versteht es, seine Leser mit in die Gedankenwelt und Gefühle seiner Hauptcharaktere zu nehmen, und sie ihm nicht nur nahe zu bringen, sondern sie beim Lesen selbst erleben zu lassen.
Humor und Spannung bilden ein unterhaltsames Flechtwerk, sodass auch der Leser Suchtpotential entwickelt und erst ruhen wird, wenn er weiß, wie diese packende Geschichte endet.

Von mir daher für Florian Höltgens Schattenfieber nicht nur fünf Sterne, sondern auch beide Daumen nach oben!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0