08. Dezember

Weihnachtsmann - Unbekannt verzogen (Teil 2)
Weihnachtsmann unbekannt verzogen Teil2.
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Weihnachtsmann unbekannt verzogen (Teil 2)

 

Den ganzen Tag hatte Robin kaum lachen können. Außer manchmal, wenn er nicht daran gedacht hatte, dass es ein tieftrauriger Tag war, weil die Post seinen Brief nicht hatte zustellen können.

Seine Eltern sahen das eher locker, was Robin nicht verstand. Aber vermutlich hatten sie ihre Briefe längst abgeschickt und konnten sicher sein, dass sie auch angekommen waren. Nur er selbst würde an Heiligabend ohne ein Geschenkpaket dasitzen.

 

Als er nun im Bett lag und darüber nachdachte, schnürte es ihm die Kehle vor Kummer zu. „Gute Nacht“, sagte seine Mutter und schaltete das Licht aus. Dann schloss sie die Tür und Robin starrte in die Dunkelheit. Er starrte lange.

 

Als er ein kleines Funkeln sah, glaubte er erst, seine Augen würden ihm einen Streich spielen. Aber das Funkeln wurde größer und wuchs so schnell, dass Robin die Augen zusammenkneifen musste, weil das Licht so blendete. Und aus diesem hellen Schein heraus trat eine kleine Gestalt, die zart war wie der Staub einer Blüte im Wind.

 

„Wer bist du?“, flüsterte Robin atemlos vor Staunen. „Ich bin Tiffany, die Elfe“, sagte das Wesen. „Eine Elfe?“, fragte Robin und seine Augen wurden groß. „Ja, ich bin eine Weihnachtselfe. Ich helfe den Kindern, die vergessen haben, ihre Wünsche dem Weihnachtsmann mitzuteilen.“ „Aber ich habe es nicht vergessen. Mein Brief ist zurückgekommen.“ Die Elfe nickte verstehend. „So was passiert. Aber noch ist es nicht zu spät.“ Robin sah sie zweifelnd an.

„Aber morgen ist schon Heilig Abend. Und so ein Brief braucht ziemlich lange bis zum Nordpol. Oder kannst du ihn vielleicht mitnehmen?“, fragte er dann hoffnungsvoll. Bedauernd schüttelte die Elfe den Kopf. „Das darf ich nicht. Weil ich sozusagen zur Firma gehöre. Du kennst das sicher, bei Gewinnspielen ist es genauso. Na ja, so ähnlich zumindest. Aber ich habe einen anderen Vorschlag.“

 

Sie schwieg einen Moment, dann sagte sie: „Ich nehme dich mit zum Nordpol und du überbringst deinen Brief selbst dem Weihnachtsmann.“ Robins Augen leuchteten nun fast ebenso hell wie der Elfenschein. „Das wäre großartig“, sagte er begeistert und sprang aus dem Bett. Er lief zu seinem Kleiderschrank, suchte Mütze, Schal und Handschuhe heraus, schlüpfte in Anziehsachen und zuletzt in seine warme, dicke Winterjacke. „Ich bin bereit!“, rief er jetzt gut gelaunt.

 

Und dann machten sich die beiden auf den Weg. Alles ging so schnell, dass Robin kaum wusste, wie ihm geschah. Und ebenso wenig ahnte er von dem Abenteuer, das erst noch vor ihm lag.

 

Fortsetzung folgt    

 

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Kommentare: 5
  • #1

    Spinner´s End (Donnerstag, 08 Dezember 2011 07:50)

    Du machst es ganz schön spannend, liebe Hanna.
    Warte schon sehnsüchtig auf morgen :-)!

  • #2

    artis (Donnerstag, 08 Dezember 2011 20:00)

    Ahh, wie schööön, jetzt beginnt ein Abenteuer ... ich kann es kaum erwarten, was Robin zu sehen und erleben bekommt.
    *gespannt wie ein Flitzebogen sit*

  • #3

    Maria (Donnerstag, 08 Dezember 2011 21:45)

    Wow... ich bin gespannt, wie das Abenteuer weitergeht...

  • #4

    Laura (Freitag, 09 Dezember 2011 10:02)

    Gut ich konnte direkt weiterlesen! Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für Robin.

  • #5

    Chrissi (Samstag, 17 Dezember 2011 23:06)

    Daher kommen also die Regeln für die Gewinnspiele her. ;) Aber die Elfe wird's schon richten. :)